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Das Kaspische Meer (mit einer Fläche von etwa 371.000 Quadratkilometern), oft als der größte See der Welt bezeichnet, liegt zwischen Europa und Asien und grenzt an Länder wie Aserbaidschan, Iran, Kasachstan, Russland und Turkmenistan IFLScience.

Historisch gesehen wurde es aufgrund seiner enormen Größe in antiken griechischen und persischen Quellen Ozean (Ozean) genannt, was seine Größe noch weiter betonte. Dieses Argument wird noch dadurch gestärkt, dass es relativ salzig ist, allerdings im Süden stärker als im Norden, wo die Wolga Süßwasser zuführt.

Außerdem wird das Wasser tiefer, je weiter man nach Süden fährt. Und es ist ein ziemlicher Kontrast. Im nördlichen Teil kann die Tiefe etwa 5-6 Meter erreichen, im Süden erreicht sie jedoch 1000 Meter (zum Vergleich: Die tiefste Stelle der Ostsee beträgt 459 m).

Trotz dieser maritimen Eigenschaften bleibt das Kaspische Meer jedoch ein Klassifizierungsrätsel. Es ist vollständig von Land umgeben und über das Wasser nur über die Wolga und einige Kanäle erreichbar, die andere Gewässer wie das Schwarze Meer und das Asowsche Meer verbinden.

Obwohl das Kaspische Meer salzig ist, erhält es viel Süßwasser aus mehreren Flüssen: der Wolga, dem Ural und der Kura. Trotz dieses konstanten Süßwasserflusses hat das Meer einen durchschnittlichen Salzgehalt von etwa 12 ppm, der jedoch viel niedriger ist als der des normalen Meeres (das typischerweise einen Salzgehalt von etwa 35 ppm aufweist).

Diese außergewöhnlichen Merkmale fördern einzigartige Ökosysteme, in denen Arten wie der Kaspische Stör und die Kaspischen Robben beheimatet sind, die ausschließlich in diesen Gewässern leben.

Doch das Kaspische Meer ist durch schwere Verschmutzung und Überfischung bedroht, was durch ungelöste Debatten über seine Einstufung noch komplizierter wird.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 führten die Öl- und Gasvorkommen der Region zu geopolitischen Spannungen zwischen Nachbarstaaten und lösten Streitigkeiten über Hoheitsgewässer und die Ausbeutung von Ressourcen aus.

Das Fehlen einer allgemein anerkannten Klassifizierung begünstigt den geopolitischen Wettbewerb, bei dem Staaten wirtschaftliche Interessen über ökologische Interessen stellen. Da es keinen internationalen Konsens gibt, werden Streitigkeiten mit traditionellen Machtmethoden und nicht mit Rechtssystemen beigelegt, was die Bemühungen zum Schutz der Meeresökosysteme behindert.

Die offizielle Anerkennung des Kaspischen Meeres als Meer und nicht als See könnte jedoch einen ähnlichen internationalen Schutz wie die Ozeane bieten und so eine gerechte Ressourcenbewirtschaftung und Erhaltungsbemühungen fördern.

Jan Kron

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